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NEWS
Lichtkunstfestival AUFTSIEGE
KulturRegion Stuttgart
17.09. – 09.10.2016

Feierliche Eröffnung des Lichtkunstfestivals:
Freitag, 16. September 2016, 19:30 Uhr
Württembergischer Kunstverein Stuttgart

> http://www.kulturregion-stuttgart.de/was/aufstiege/

> PDF_Programmheft
Gunda Förster
FLIESSENDE TRÄNEN FUNKELN
LED, Acrylglasabdeckung
Temporäre Arbeit in Vaihingen

Eröffnung in Vaihingen:
Samstag, 17. September 2016, 20:00 Uhr
Podest am Enzufer
Die Künstlerin Gunda Förster hat das künstliche Licht der Glühbirnen, Leuchtröhren und Scheinwerfer zu einem elementaren Werkzeug und Gegenstand ihrer Kunst gemacht. In ihren Installationen macht sich Förster
all diese unterschiedlichen Formen des Lichts zunutze und lässt dabei den Fokus zwischen der Präsenz des
Ortes und der des Publikums wandern. Neonbuchstaben werden immer wieder zu Trägern semantisch offener Botschaften, die sich auf poetisch magische Weise mit dem Ort ihrer Umgebung verbinden.
In Vaihingen an der Enz leuchten im Panorama der nächtlichen Stadt, inspiriert durch den historisch geprägten
»Vaihinger Dreiklang«, drei in großen blauen LED-Buchstaben gearbeitete Worte:
An der Brücke über die Enz strahlt das Adjektiv FLIESSENDE, am Schloss leuchtet das Substantiv TRÄNEN, und
am Turm der Stadtkirche erscheint das Verb FUNKELN. Inhaltlich und grammatikalisch ergeben diese Worte einen poetischen, fast märchenhaften Satz, sie können aber auch für sich stehen. In ihrer Bedeutung sind sieimmer
auch mit ihrem jeweiligen Ort verbunden. Die Künstlerin übermittelt dem Publikum mit ihren Worten jedoch keine
festgefügte Botschaft, sondern bietet diese als Ausgangspunkt und Anlass an, sich den konkreten Ort und den Raum zu vergegenwärtigen und in einen Prozess der Assoziationen, Erinnerungen, Emotionen und Fragen zu gelangen. Topografie, Geschichte, Wissen und das bewusste Nichtwissen regen die Reflexion über das Sehen
und die Wahrnehmung mit all ihren Ebenen an.
(Auszug aus dem Programmheft)
Preisträgerin SKALA
20 Leuchtpanele à 1,55 x 1,20 m, Polycarbonat, LED
Neubau Hauptfeuerwache
München-Schwabing, Heßstraße 120
Permanente Arbeit seit 2016
> http://www.gunda-foerster.de/arbeiten/d_skala.html
Skala, Neubau Feuerwache 4, München-Schwabing Gunda Foerster, SKALA, Polycarbonat, LED, 2016_2 Gunda Foerster, SKALA, Polycarbonat, LED, 2016_3
Gunda Foerster, SKALA, Polycarbonat, LED, 2016_4 Gunda Foerster, SKALA, Polycarbonat, LED, 2016_5 Gunda Foerster, SKALA, Polycarbonat, LED, 2016_6
Gunda Foerster, SKALA, Polycarbonat, LED, 2016_7 Gunda Foerster, SKALA, Polycarbonat, LED, 2016_8 Gunda Foerster, SKALA, Polycarbonat, LED, 2016_9
Skala, Neubau Feuerwache 4, München-Schwabing

Wenn die Feuerwehr ausrücken muss, herrscht Alarmstufe Rot. Was das bedeutet, macht die Berliner Künstlerin Gunda Förster an der Fassade der neuen Feuerwache in der Heßstr. 120 nach außen weithin sichtbar.
Sie gestaltete die südwestliche Gebäudeecke der Feuerwache 4 als überdimensionierte Leuchtanzeige.
Titel ihres Kunstwerks: »SKALA«.
Zu beiden Seiten der Ecke sind jeweils zehn rechteckige Leuchtpanels in unterschiedlichen Rottönen angebracht: Beginnend in blassem Magenta nimmt die Farbintensität nach oben hin zu und endet in einem satten Rot.
Hinter den farbigen Panels aus Polycarbonat verbergen sich LED-Leuchtbänder, deren Steuerung an die Kommunikationsfrequenz in der Feuerwehr-Leitzentrale im Obergeschoss des Hauses gekoppelt ist.
Je mehr Anrufe und Funksprüche hier eingehen desto höher steigt die Anzeige – und desto mehr Farbfelder leuchten. Vor allem bei Nacht, aber auch bei Tageslicht sind diese Effekte wahrnehmbar.
Gunda Förster setzt allein auf die elementare Wirkung von Licht und Farbe. Ihre »SKALA« wandelt die lebensrettende Tätigkeit der Feuerwehr um in eine abstrakte Größe, teilt sie ein in Maßeinheiten – und macht zugleich deren Brisanz deutlich.
Nimmt man als Passant oder Passantin das Leuchten der kühlen Farbnuancen noch eher beiläufig wahr,
werden die satten Rottöne, bis zu denen die Farbskala bei starker Funk- und Anrufhäufigkeit ausschlägt,
zum unübersehbaren Signal. Damit nimmt »SKALA« auch unmittelbar Bezug auf den hohen Grad an
Technisierung in der Leitzentrale. So spiegeln sich Funktion und Charakter des Gebäudes anschaulich darin wider.
Roberta De Righi

Letzte Aktualisierung: 11.09.2016